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Let it Flow

Let it Flow

Let it Flow, Trust your Flow, Find your Flow – Diese Redewendungen kennen wir alle! Aber was hat es mit dem Flow auf sich, woher kommt das Wort Flow und was bedeutet es eigentlich?

Wenn wir uns auf den Social Media Kanälen umschauen könnte man glauben, das Flow Gefühl zu erreichen ist das Einfachste der Welt. Dort ein schöner Yogaflow, da ein wunderbarer Hula Hoop Flow aus verschiedenen Hula Hoop Tricks und hier ein Tanz, bei dem man das Gefühl hat, die Tänzerin fließt nur so über den Boden. Aber ist das alles tatsächlich auch ein Flow?

Wir müssen uns zur Klärung dieser Frage ein wenig genauer damit Befassen, was mit Flow eigentlich gemeint ist.

Was bedeutet Flow?
Das Wort Flow kommt aus dem Englischen und steht für fließen, rinnen, strömen. Es bezeichnet das beglückende Gefühl eines Zustandes völliger Vertiefung/Konzentration in/auf eine Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht.

Das heißt ein Flowgefühl kann man in jeder Tätigkeit erfahren oder empfinden! Vielleicht hast du schon mal ein Kind dabei beobachtet, wie es in sein Spiel vertieft ist, rundum nichts mehr wahrnimmt und total darin aufgeht, was es gerade tut. Vielleicht hast du schon mal ein Buch gelesen und es hat dich jemand angesprochen, aber du warst so vertieft, dass du den Menschen neben dir gar nicht wahrgenommen hast. Oder du hast Musik gehört, die Augen geschlossen und dich einfach bewegt ohne darüber nachzudenken. Das alles ist also Flow!

1965 stieß der ungarische Psychologe Mihály Csíkszentmihályi auf der Suche nach den Wurzeln des Glücks auf ein unerwartetes Phänomen: Einige seiner Künstler arbeiteten so leidenschaftlich an ihrem Werk, dass sie alles um sich herum vergaßen. Sie empfanden weder Hunger noch Durst und das, obwohl am Ende keine Belohnung, wie z.B. Geld oder Anerkennung, für ihre Leistung wartete. Er beschreibt diesen Erlebens- und Bewusstseinszustand als Flow. Alles fließt.

Wie fühlt sich Flow an?
Wenn man das Flow Gefühl erlebt, lässt man sich von nichts Ablenken, man befindet sich im Hier und Jetzt, nur im Tun, keine Gedanken von Gestern oder Morgen belasten den Geist. Außerdem verschmelzen Handeln und Bewusstsein, der Körper weiß genau was er tun muss und es entsteht eine gute Balance aus Herausforderung und können.

Ob man einen Flowzustand erreicht ist also von mehreren Faktoren abhängig, wie das technische Können, äußere Einflüsse und Ablenkungen, das eigene Befinden.

Wenn ich beispielsweise noch sehr stark darüber nachdenken muss, was meine Hände, Füße bei einem bestimmten Hooptrick oder eine Yogaübung machen müssen, kann ich noch kein Flowgefühl erreichen, wenn neben meiner Hula Hoop Aktivität mit dem Messer in der Luft herumwirbelt, kann ich mich nicht auf das Hoopen an sich konzentrieren, wenn ich nur dadurch motiviert bin ein cooles Video aufzunehmen, das anderen gefällt, es dabei aber nicht mehr um die Sache selbst geht, wird kein Flowgefühl aufkommen, wenn ich müde und ausgelaugt von der Arbeit nach Hause komme und meine To Do Liste immer wieder im Kopf abarbeite wird sich das Flowgefühl auch nur schwer einstellen.

Meine Flowtipps für Dich!

Lerne und wiederhole Tricks und Combos: Jetzt kommen sie die wunderschönen Combos, die man sehr oft auf den Instagram Kanälen sieht. Sie sind super um Abläufe zu erlernen, technisches Know How der Tricks zu bekommen und den Körper mehr und mehr dazu zu bringen, dass er von selbst weiß was er tun muss. Wiederholung und Übung spielt dabei eine Große Rolle. Eine Combo kann also ein Flowgefühl entstehen lassen.

Schaffe die Voraussetzung für Konzentration: Nimm dir vor deiner Hoop- Yoga- Tanz-session (was auch immer du gerade machen magst) kurz Zeit, halte inne, atme ein paar mal tief ein und aus und versuche für dich in deinem Geist, die Vorraussetzung für Konzentration zu schaffen. Konzentriere dich ein paar Minuten wirklich nur auf deine Atmung, bleib mit deinen Gedanken bei deiner Atmung und vor allem bleib aufmerksam und konzentriert. Wenn du merkst andere Gedanken kommen, lass sie bewusst mit einer Ausatmung ziehen und komm zu deiner Atmung zurück.

Lass dich auf Musik ein: Drehe dir deine Lieblingsmusik auf und schließe kurz die Augen und fang an dich zu bewegen, natürlich kannst du gerne deinen Hoop dazu nehmen – ohne aber dir Druck zu machen coole Tricks einbauen zu müssen. Und versuch mal wenn der Hoop fällt oder du das Gleichgewicht verlierst das einfach in dein TUN, deine Bewegung miteinzubauen. Dich davon sozusagen nicht stören zu lassen!

Schaffe dir eine Flowumgebung: Überlege dir welche äußeren Einflüsse dich daran hindern könnten, dein Flowgefühl zu erleben. Das ist für jeden anders und kommt natürlich auf deine Umgebung, dein Umfeld an. Hast du eine kleine Wohnung und Angst irgendetwas mit deiner Bewegung zu zerstören, geh raus in die Natur und genieße die Freiheit dort. Stört es dich wenn du von anderen Menschen beobachtet wirst, such dir ein Plätzchen, wo du sicher nicht gestört wirst usw.

Sei geduldig mit dir! Wie schon gesagt, Flow ist abhänig von so vielen Faktoren! Manchmal wird es dir leichter fallen das Flowgefühl zu erleben, manchmal schwerer und es gibt Menschen, die tun sich leichter und manche Menschen tun sich schwerer damit. Sei geduldig mit dir selbst und vergleiche dich nicht mit anderen. Jeder Mensch bringt ein anderes Können, anderer Vorerfahrungen, Sorgen und Ängste mit sich und all das hat auch Einfluss auf das Erleben des Flowgefühls!

Last but not Least – Hab  Spaß!: Das wichtigte ist, dass du Spaß hast bei dem was du tust! Selbst wenn du heute kein Flowgefühl erlebst, kann dir das Erarbeiten, Erlernen einer neuen Hoopcombo, einer neuen Yogabfolge gut tun und dich glücklich machen und das ist das Wichtigste!

Fazit „Let it Flow“

Flow ist ein Gefühl, das nur von dir erlebt und wahrgenommen werden kann. Wenn du also eine tolle Combo auf Social Media siehst, lass dich davon inspirieren sie auszuprobieren, neues zu lernen und zu entdecken, Spaß an der Sache zu haben ohne dir Druck zu machen, dass diese Person Flow viel schneller, schöner oder besser erreicht hat als du. Denn in Wahrheit, weißt du gar nicht, wie sich die Person während der Aufnahme des Videos gefühlt hat!
Sei neugierig und begieb dich auf die Reise zu deinem Flow, egal wie lange sie dauert!

Der Weg ist das Ziel! Also enjoy the Moment! Nicht vergessen!

Deine Kerstin

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